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Dienstag, 7. Januar 2014

Zehn Jahre

In diesem Jahr habe ich drei Jubiläen: zwei gute und ein schlechtes. Mein erstes Kind wurde gezeugt, ich begann meinen ersten Roman zu schreiben und Quorthon ist gestorben.

Mein erstes Kind ist wie ich in fast jeder Hinsicht. Er sieht genauso aus wie ich damals und auch sein Wesen gleicht dem meinen. Ich bin als Frau geboren, aber androgyn, vom Äußeren her als auch im Inneren.
Diese tiefe Sehnsucht, mehr als ein Leben zu leben, mehr als einen Körper zu haben, ist es wohl, die mich auch als Autor treibt. Selbst wenn ich ein Mann wäre, bestünde das weiterhin, weil ich beides in mir gleichermaßen vereine, das Weibliche und das Männliche. Meine Romanperson Jean-Francois ist wohl ein Abbild dieses anderen Teils von mir. Was das Schreiben betrifft, ist diese Eigenschaft von mir sehr vorteilhaft.

Dean R. Koontz schreibt in einem seiner Schreibratgeber, die sich beide in meiner legendären Schreibratgebersammlung befinden, man solle seine Romanpersonen besser kennen als sich selbst, da man vor sich selbst immer etwas verbirgt. Dem lässt sich nichts hinzufügen.

Im Mai  2004 begann ich meinen ersten Roman, der dem Genre "Horror" zuzuordnen ist. Inspiriert von Anne Rice schrieb ich einen Vampirroman über die nette Gräfin Bathory. Mit Twilight kann ich nichts anfangen, die sind mir nicht böse genug, harharhar. Dieses Werk ist übel in jeder Hinsicht. Ich sollte es im Garten vergraben.

Nach Ausflügen in insgesamt vier Genres weiß ich, dass historische und paranormale Liebesromane meine Welt sind. Diese lese ich auch am häufigsten. Dass ich zudem sehr gerne Geschichtswerke lese und recherchiere, erleichtert mir die Arbeit ungemein.

Habe ich erwähnt, dass ich ein großer Fan von Britta Strauss bin? Wer ihre Werke noch nicht kennt, sollte sie sich nicht entgehen lassen und unbedingt reinlesen.

Am 7. Juni 2004 verstarb Quorthon, Gründer der Band "Bathory", deren langjähriger Fan ich bin. Ich habe fast alles von ihm, auch diese Viking Metal-Sachen. Mit ihm ist eine große Persönlichkeit der Musikgeschichte viel zu jung gestorben. Wir werden ihn nie vergessen.
Er war ebenso wie ich faktisch ein Selbstverleger, ein Indie. Seine Plattenfirma befindet sich im Besitz seines Vaters und wird von diesem in aller Ehre weitergeführt. Irgendwie fand ich solche faktischen Ein-Mann-Projekte schon immer faszinierend. Als Indie ist man nichts anderes als eine eierlegende Wollmilchsau.
Seit dem Ableben meines Vaters, als ich noch ein Kind war, habe ich den Tod in mein Leben integriert. Alt zu sterben gehört zum Kreislauf des Lebens. Doch erschüttert es mich immer wieder, wenn jemand derart jung stirbt.