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Mittwoch, 8. Januar 2014

Wallpaper-Romance - nicht mit mir!

Allzu viele Highlander-Liebesromane sind – seien wir mal ehrlich – ohne jeglichen historischen Hintergrund und wenn sich doch einer findet, ist der oft falsch. Ich habe häufiger Highlander-Liebesromane mit erfundenen Clans gefunden als umgekehrt, was sehr schade ist.
Braucht man sich noch zu wundern, dass dieses Subgenre eines ohnehin belächelten Genres nicht ernst genommen wird? Wobei ich finde, dass viele, die lästern, nie einen dieser Romane gelesen haben. Es gibt nämlich auch andere.
Ausnahmen sind Amanda Scott und Monica McCarty. Die Personen sind besser gezeichnet und es gibt einen tatsächlichen historischen Hintergrund, der diesen Namen auch verdient. (Wenn ihr Leseempfehlungen für mich habt, nur zu. :-))
Mir ist es gleichgültig, ob irgendwelche Leute auf Liebesromane herabschauen. Das ist deren Problem. Aber wir selbst sollten unser Genre ernst nehmen.
Also recherchieren wir wie für einen »richtigen« historischen Roman. Allerdings steht auch hier der Liebesromanplot, also die Entwicklung zwischen den beiden Hauptpersonen, im Vordergrund, weswegen man es allerdings auch nicht übertreiben sollte mit den historischen Details, sondern diese gezielt einstreut, damit es nicht langatmig wird oder sich wie ein Geschichtslehrbuch liest.

Ich finde, dass auch gerade der historische Hintergrund die Personen formt, über die man schreibt. Sonst wäre ja alles austauschbar.
Getreu dem Motto: Ich schreibe, was ich gerne lesen würde.

Dienstag, 7. Januar 2014

Zehn Jahre

In diesem Jahr habe ich drei Jubiläen: zwei gute und ein schlechtes. Mein erstes Kind wurde gezeugt, ich begann meinen ersten Roman zu schreiben und Quorthon ist gestorben.

Mein erstes Kind ist wie ich in fast jeder Hinsicht. Er sieht genauso aus wie ich damals und auch sein Wesen gleicht dem meinen. Ich bin als Frau geboren, aber androgyn, vom Äußeren her als auch im Inneren.
Diese tiefe Sehnsucht, mehr als ein Leben zu leben, mehr als einen Körper zu haben, ist es wohl, die mich auch als Autor treibt. Selbst wenn ich ein Mann wäre, bestünde das weiterhin, weil ich beides in mir gleichermaßen vereine, das Weibliche und das Männliche. Meine Romanperson Jean-Francois ist wohl ein Abbild dieses anderen Teils von mir. Was das Schreiben betrifft, ist diese Eigenschaft von mir sehr vorteilhaft.

Dean R. Koontz schreibt in einem seiner Schreibratgeber, die sich beide in meiner legendären Schreibratgebersammlung befinden, man solle seine Romanpersonen besser kennen als sich selbst, da man vor sich selbst immer etwas verbirgt. Dem lässt sich nichts hinzufügen.

Im Mai  2004 begann ich meinen ersten Roman, der dem Genre "Horror" zuzuordnen ist. Inspiriert von Anne Rice schrieb ich einen Vampirroman über die nette Gräfin Bathory. Mit Twilight kann ich nichts anfangen, die sind mir nicht böse genug, harharhar. Dieses Werk ist übel in jeder Hinsicht. Ich sollte es im Garten vergraben.

Nach Ausflügen in insgesamt vier Genres weiß ich, dass historische und paranormale Liebesromane meine Welt sind. Diese lese ich auch am häufigsten. Dass ich zudem sehr gerne Geschichtswerke lese und recherchiere, erleichtert mir die Arbeit ungemein.

Habe ich erwähnt, dass ich ein großer Fan von Britta Strauss bin? Wer ihre Werke noch nicht kennt, sollte sie sich nicht entgehen lassen und unbedingt reinlesen.

Am 7. Juni 2004 verstarb Quorthon, Gründer der Band "Bathory", deren langjähriger Fan ich bin. Ich habe fast alles von ihm, auch diese Viking Metal-Sachen. Mit ihm ist eine große Persönlichkeit der Musikgeschichte viel zu jung gestorben. Wir werden ihn nie vergessen.
Er war ebenso wie ich faktisch ein Selbstverleger, ein Indie. Seine Plattenfirma befindet sich im Besitz seines Vaters und wird von diesem in aller Ehre weitergeführt. Irgendwie fand ich solche faktischen Ein-Mann-Projekte schon immer faszinierend. Als Indie ist man nichts anderes als eine eierlegende Wollmilchsau.
Seit dem Ableben meines Vaters, als ich noch ein Kind war, habe ich den Tod in mein Leben integriert. Alt zu sterben gehört zum Kreislauf des Lebens. Doch erschüttert es mich immer wieder, wenn jemand derart jung stirbt.

Montag, 6. Januar 2014

DRM oder nicht DRM, das ist keine Frage.

Bisher hatte ich die meisten meiner Werke DRM-frei veröffentlicht zu sehr günstigen Preisen.

Da ich viele meiner Werke, auch die unter meinen anderen Pseudonymen, auf mehreren Piratenseiten im Netz gefunden habe, werde ich fortan nur noch MIT DRM veröffentlichen. Falls es jemanden stört: Bedankt euch bei den Piraten.

Wie viele Verkäufe mir dadurch verloren gegangen sind, sei mal dahingestellt. Es geht ums Prinzip. Was hier passiert ist, das ist einfach eine große Schweinerei. Weniger wertschätzen kann man einen Autoren gar nicht.

Meine Umfragen unter normalen Lesern aus meinem Bekanntenkreis haben allerdings ergeben, dass der absolute Großteil sich überhaupt nicht um DRM schert. Einige wusste nicht mal, was das ist. Der sehr starke Verkaufsanstieg von Tolino, bei deren Allianzmitgliedern die Bücher im Regelfall mit DRM angeboten werden, spricht eine eigene Sprache.
Dabei ist es unerheblich, dass irgendwelche Communitys gegen DRM wettern. Wobei sich hier ohnehin die Frage stellt, welche Interessengruppe das in Umlauf gebracht hat. Für mich zählen nur Fakten.
Mich selbst als Leserin hat das DRM auch nie gestört. Ich weiß bei den meisten nicht mal, ob DRM drauf ist oder nicht.

Amazon erlaubt es, auf ZEHN Geräten gleichzeitig zu lesen. Tolino erlaubt es, auf SECHS Geräten gleichzeitig zu lesen, mit der Option, weitere freischalten zu lassen. Reicht das denn wirklich nicht?

Von Kindle gibt es Gratis-Apps für den PC, Smartphones und Tablets. Jeder Reader-Hersteller, der halbwegs was auf sich hält, wird genügend Apps zur Verfügung stellen.

Also mir genügt ja mein Kindle ...

Hintergrund dessen ist die rechtliche Lage, die mich ohne DRM viel schlechter stellt.
Wenn mir etwas gestohlen wird, weil ich meine Haustür offen gelassen habe, wird das vom Gericht weitaus weniger bestraft werden als ein Einbruchdiebstahl. Anders ausgedrückt: Wenn ich DRM-frei verkaufe, dann habe ich deutlich weniger rechtliche Handhabe, gegen Piraterie vorzugehen als mit DRM. Das wird mir auch jeder Richter sagen, sollte so etwas vor Gericht gehen.
Auch hat es bei einigen KDP Select-Autoren schon zu Problemen und sogar Sperrungen des Kontos geführt, als ihre Bücher raubkopiert wurden, da die Autoren sich vertraglich dazu verpflichten, exklusiv bei Amazon zu veröffentlichen. Ohne DRM haben sie auch hier einen deutlich schlechteren Stand.

Es ist unerheblich, wie schnell das DRM zu knacken ist. Es zu knacken und die eBooks zu verteilen ist jedenfalls ein größerer Strafbestand als ein DRM-loses eBook zu verteilen. Der Pirat wird dann mit hoher Wahrscheinlichkeit so argumentieren, dass es ihn verleitet hat, weil es so einfach ging. Es war halt die Versuchung da ...
Wenn er ein DRM knackt, sieht es wirklich ganz anders aus ...

Denn Diebstahl ist das freie Verteilen von eBooks zweifelsohne, sei es auf Piratenseiten oder per E-Mail an Kumpels oder Freunde. Bei den günstigen Preisen meiner eBooks sollte das wirklich nicht nötig sein. Ich empfinde es als schlimm, dass Bücher offenbar nichts mehr wert sind.
Von der angeblichen Werbewirksamkeit von Piratenseiten habe ich bisher übrigens nicht das Geringste bemerkt. Diese Leute wollen einfach so viel wie möglich kostenlos haben.

Übrigens handelt es sich bei vielen Filesharing-Websites eigentlich um Pishing-Websites ...

Ich investiere sehr viel in meine Bücher. Als Erstes war das eine mehrjährige Creative Writing-Ausbildung durch viele Lehrwerke, was sich auch summiert hat.
Wenn man wirklich gut schreiben will, kostet das wahnsinnig viel Zeit, da man recherchiert, etliche Male überarbeitet und Korrektur liest. Als Indie bezahlt man jemanden, der alles Probe und Korrektur liest. Man bezahlt die Cover, bezahlt die Programme, mit denen man arbeitet und womöglich noch Rezensionsexemplare. Auch als Verlagsautor bezahlt man diese, wenn auch indirekt.
Hier summiert sich einiges, was in keinem Verhältnis zu meinen niedrigen Buchpreisen steht. Muss man derart günstige Bücher auch noch raubkopieren?

Donnerstag, 2. Januar 2014

Ein gutes neues Jahr!

Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr, Glück, Gesundheit, Erfolg und dass sich eure Wünsche erfüllen. :-)

Herzliche Grüße

Eure Sharon