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Sonntag, 20. November 2011

Ich habe nichts zu verlieren

Bisher habe ich zweimal das Genre gewechselt und auch das Setting bzw. das Zeitalter über das ich schreibe. Sieben Romane und etliche Kurzgeschichten und Novellen sind entstanden.
Den ersten Roman habe ich nie verschickt. Zwei sind derzeit bei Verlagen, einer davon eine Paranormal Romance. Ich vermute, dass sie keiner will, da ich von drei Seiten die Info habe, dass Leser keine Fantasy lesen wollen, die in der frühen Epoche spielt, über die ich geschrieben habe.
Nein, es sind keine Steinzeitromane, sondern einer spielt um 400 nach Christus, einer Zeit, die fortschrittlicher war als das Mittelalter. Siehe die römische Technik in der romanisierten keltischen Stadt, in der die Haupthandlung stattfindet.
Fakt ist: Ich habe die deutliche Aussage, dass es nicht an der Qualität der Werke liegt.
Der zweite Roman war zum Zeitpunkt, als ich die Absagen erhielt, bereits weitgehend fertig. Er spielt weitere siebenhundert Jahre früher. Also brauche ich den erst gar nicht anzubieten.
Die beiden Romane sind kein Müll, nur weil sie in der "slush pile" gelandet sind. Selbst J. K. Rowlings Roman ist siebzehn mal abgesagt worden! Es kann ja wohl keiner sagen, es würde daran liegen, dass er schlecht wäre.
Ich werde daher insgesamt ein viertel Jahr abwarten und sie dann als eBooks selbst verlegen. (Also voraussichtlich im Dezember.) Kürzlich sagte mir ein Verleger, dass er wenn er ein Manuskript haben will, sich dieses innerhalb eines Monats sichert. Fazit: Je länger es nach der Manuskripteinsendung dauert, bis man eine Antwort erhält, desto unwahrscheinlicher ist eine positive.
Vielleicht gibt mir gerade die Indie-Schiene die Möglichkeit, endlich (wieder) das zu schreiben, was mir besonders gut liegt.
Ansonsten kann es nicht schaden, die nächste Paranormal Romance in der heutigen Zeit anzusiedeln. Es sei denn, den Lesern gefällt der historische Teil besonders. Das ist einer der Gründe, warum ich mich über Feedback freue.
Irgendwie freue ich mich - trotz des daran haftenden Stigmas - auf das Indie-Dasein, das mir womöglich mehr kreative Freiheiten lassen wird. Die Cover existieren bereits. Sie stehen denen von Verlagspublikationen in nichts nach.
Ich habe heute auch schon eine der roten Mappen, in denen ich meine Manuskripte verschicke, verschenkt.
Jetzt brauche ich nur noch eines, ohne das gar nichts geht: Ein bisschen Glück.